Emsländische Volksbank eG informiert Schüler der Fachschule Agrar über Finanzierung
Informationsveranstaltung der Volksbanken und Raiffeisenbanken im nördlichen Emsland für angehende staatlich geprüfte Wirtschafter der Fachschule-Agrar aus Meppen
Die Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken/Raiffeisenbanken im nördlichen Emsland informierte am 24.05.2016 knapp 20 Schüler der einjährigen Fachschule Agrar über Themen wie Finanzierung und Liquidität.
Im Rahmen der Informationsveranstaltung erklärten Referenten der Volksbank Emstal eG, der Hümmlinger Volksbank eG und der Emsländischen Volksbank eG die Bedeutung des sogenannten magischen Dreiecks, bestehend aus Rentabilität, Stabilität und Liquidität, aus dem Blickwinkel eines Finanzierers. Schwerpunktmäßig wurden die Themen Liquidität und unterschiedliche Fragen zum Thema Finanzierung von Agrarprojekten und das Rating-Verfahren diskutiert.
Stefan Porten, Hümmlinger Volksbank eG, stellte zunächst die Beratungs- und Betreuungsphilosophie der Volksbanken vor. Die Landwirte bestätigten in der Diskussion, dass insbesondere die Präsenz vor Ort für Sie wichtig sei und den Unterschied zu anderen Geldinstituten ausmache. Die bedarfsgerechten Lösungsansätze der Volksbanken/Raiffeisenbanken stießen bei den Schülern auf großes Interesse.
Im weiteren Verlauf präsentierte Martin Nortmann, Emsländische Volksbank eG, die Entwicklung der Produktmärkte und die Auswirkungen auf das Bankgeschäft. Im Ergebnis wurde festgehalten, dass die allgemeinen Betriebsergebnisse im zweiten Jahr in Folge in zentralen Bereichen der Landwirtschaft rückläufig sind. Diese Entwicklung ist nicht nur regional sondern weltweit erkennbar.
Bei schwacher Rentabilität ist das Thema „Liquidität“ - definiert als die Fähigkeit eines Unternehmens seine Zahlungsverpflichtungen jeder Zeit vollständig und termingerecht nachzukommen - präsenter denn je zuvor.
Gradmesser der Liquidität und letztlich auch das Indiz für die Fähigkeit des Unternehmens seinen Kapitaldienstverpflichtungen nachzukommen, ist die Kennzahl „Cash-Flow“ . Anhand von Fall-Beispielen erarbeiteten die BBS-Schüler die Auswirkungen von Marktentwicklungen sowie von unternehmerischen Entscheidungen auf den Cash-Flow. Sie stellten fest, dass nicht nur rückläufige Betriebsergebnisse die Ursache von Liquiditätsengpässen sind, sondern auch u.a. Finanzierungsfehler, hohe Privatausgaben, unterdurchschnittliche Leistungen. Es bestehen vielfältige Möglichkeiten, Liquiditätsengpässen zu begegnen, die Situation zu verbessern bzw. frühzeitig zu erkennen. Besonders wichtig ist hier eine Liquiditätsplanung.
Im abschließenden Vortrag stellte Martin Dröge, Volksbank Emstal eG, eine Stallbaufinanzierung in einem Finanzierungpaket vor, bestehend aus einem Rentenbankdarlehen, einem Hausbankdarlehen und kurzfristigem Darlehn zur Vorfinanzierung von Förderzuschüssen.
Am Ende des Nachmittags waren sich alle Teilnehmer einig, dass mit zunehmenden Kreditvolumen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmer und Bank nicht eng genug sein kann. Denn Nähe schafft Vertrauen, besonders in Krisenzeiten.
Quelle: Emsländische Volksbank eG
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