claim von gute-banken

Aktien, Anleihen oder Bargeld?

Medial gesehen ist der 13.6.14 ein seltsamer Tag. Im Handelsblatt lesen wir lauter verzweifelte Sachen:

Erst fällt uns ein Artikel im Handelsblatt („Jens Ehrhhardt im Interview: „Den Dax würde ich nicht mehr kaufen“, 13.6.14) auf, in dem ein Anlageprofi feststellt, Aktien seien im historischen Vergleich nicht mehr günstig, aber es würde jetzt trotzdem erst noch einen weiteren Anstieg – und dann im Aktienmarkt den großen Crash geben.

Als nächstes lesen wir, dass Bundesbank-Chef Weidmann – ebenfalls im Handelsblatt („„Süßes Gift“: Weidmann warnt vor Anleihekäufen“, 13.6.14) den Ankauf von Anleihen durch die EZB für eine Droge hält, deren Entzug – also der Moment, in dem keine Anleihen mehr von EZB gekauft würden, zu einem bösen Erwachen führen würde.

Und dann stolpern wir zu allem Elend auch noch über einen Artikel („Anreiz zum Ausgeben: Das selbstentwertende Geld“, 13.6.14), in dem es heisst, „Ökonomen“ würden sich schon in Gedankenspielen darin üben würden, wie man Privatleute im Notfall zum Geldausgeben treiben könnte. Zum Beispiel, in dem man den Wert einzelner Geldscheine oder mit Magnetstreifen mit vorprogrammiertem Verfallsdatum oder mit Lotterie-Ziehungen auf Null setzen könnte.

Also mal kurz zusammenfassen: Aktien – auf die Dauer kritisch. Anleihen – auch kritisch. Bargeld – ach nein, das wird ja kalt enteignet.

Was soll man da noch denken? Führt sich das Spiel jetzt selbst ab absurdum, indem es keinen Ausweg mehr findet? Oder ist das, um Alan Grenspans Begriff zu verwenden, eine dieser „irrational exuberances“ – irrationalen Übertreibungen, die der Markt manchmal produziert?

Ach nein, heute ist ja „Freitag der 13.“ . Da kann ja nix gutes passieren…
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