FOCUSMoney Online verheddert sich langsam
Au weia: FOCUSMoney Online verheddert sich langsam ein wenig.
Ja gut, so liest man sinngemäß in dem Artikel („Börsenstrategie gegen schlaflose Nächte: So nutzen Sie Dividenden als Versicherung gegen Kursverluste“, 13.6.14), bei den letzten Blasen 2000 und 2008 hätten Anleger zwar schon jeweils von einer Villa und einem tollen Sportwagen geträumt. Und wären am Ende doch nur mit ihrer Eigentumswohnung und ihrem VW Touran (das muss man jetzt nicht kommentieren…) da gesessen.
Aber, so heißt es in dem Artikel hoffnungsfroh weiter: Mit „Top-Dividendenaktien“ könnte man ja immer noch einen tollen Schnitt machen. Damit hätten Anleger in den letzten fünf Jahren „durchschnittlich bis zu 26 Prozent“ (durchschnittlich bis zu? Naja egal...) verdient. Und wenn man den Schnitt von sechs in dem Artikel dargestellten Aktien ansehe, käme man auch auf 16 Prozent pro Jahr. Das wäre ja super, weil die Weltmarktführer und Spitzen-Unternehmen ja wahrscheinlich weiter im Kurs steigen würden.
Also erst nochmal genau hingucken: Die Rendite aus Dividenden von solchen Unternehmen, liegt übrigens laut einer Tabelle im Artikel so um die 4 %. Das ist ja im Grunde in der heutigen Zeit eigentlich ein beachtlicher Wert. Aber es sind eben keine 26%. Denn diese hohe Zahl kam bestenfalls durch das explosive Kurswachstum an fast allen Börsen zustande.
Und dann kommt das, was der Artikel den „Clou“ nennt – und was dann schon ein wenig verwirrend ist: Man könne solche Super-Aktien nämlich sogar gegen massive Kurstürze schützen! Dafür müsse man einfach nur die Erträge aus den Dividenden in ein Derivat (eine Option) investieren. Und wenn man das machen würde, wäre das echt cool: Denn im Ergebnis hätte man zwar dann den Dividenden-Ertrag nicht mehr, aber zum Beispiel bei einem Kurssturz von 35% nur einen Wertverlust von 10%.
Ja, wie geil ist das denn? Innerhalb von fünf Minuten Lektüre hatte man dann durch geschickte Manöver erst 26% Prozent Rendite, dann 16 % Rendite, dann etwa 4% Rendite aus Dividenden, und am Ende ersten keine Dividendenrendite mehr und stattdessen nur noch 10 Prozent Verlust – über den man sich dann aber freuen könne, weil andere dann ja viel mehr verloren haben würden.
Und von diesen kalt enteigneten 10 Prozent kauft man sich dann „eine Villa“ und einen tollen Sportwagen. Ja, das könnte echt funktionieren…
Ja gut, so liest man sinngemäß in dem Artikel („Börsenstrategie gegen schlaflose Nächte: So nutzen Sie Dividenden als Versicherung gegen Kursverluste“, 13.6.14), bei den letzten Blasen 2000 und 2008 hätten Anleger zwar schon jeweils von einer Villa und einem tollen Sportwagen geträumt. Und wären am Ende doch nur mit ihrer Eigentumswohnung und ihrem VW Touran (das muss man jetzt nicht kommentieren…) da gesessen.
Aber, so heißt es in dem Artikel hoffnungsfroh weiter: Mit „Top-Dividendenaktien“ könnte man ja immer noch einen tollen Schnitt machen. Damit hätten Anleger in den letzten fünf Jahren „durchschnittlich bis zu 26 Prozent“ (durchschnittlich bis zu? Naja egal...) verdient. Und wenn man den Schnitt von sechs in dem Artikel dargestellten Aktien ansehe, käme man auch auf 16 Prozent pro Jahr. Das wäre ja super, weil die Weltmarktführer und Spitzen-Unternehmen ja wahrscheinlich weiter im Kurs steigen würden.
Also erst nochmal genau hingucken: Die Rendite aus Dividenden von solchen Unternehmen, liegt übrigens laut einer Tabelle im Artikel so um die 4 %. Das ist ja im Grunde in der heutigen Zeit eigentlich ein beachtlicher Wert. Aber es sind eben keine 26%. Denn diese hohe Zahl kam bestenfalls durch das explosive Kurswachstum an fast allen Börsen zustande.
Und dann kommt das, was der Artikel den „Clou“ nennt – und was dann schon ein wenig verwirrend ist: Man könne solche Super-Aktien nämlich sogar gegen massive Kurstürze schützen! Dafür müsse man einfach nur die Erträge aus den Dividenden in ein Derivat (eine Option) investieren. Und wenn man das machen würde, wäre das echt cool: Denn im Ergebnis hätte man zwar dann den Dividenden-Ertrag nicht mehr, aber zum Beispiel bei einem Kurssturz von 35% nur einen Wertverlust von 10%.
Ja, wie geil ist das denn? Innerhalb von fünf Minuten Lektüre hatte man dann durch geschickte Manöver erst 26% Prozent Rendite, dann 16 % Rendite, dann etwa 4% Rendite aus Dividenden, und am Ende ersten keine Dividendenrendite mehr und stattdessen nur noch 10 Prozent Verlust – über den man sich dann aber freuen könne, weil andere dann ja viel mehr verloren haben würden.
Und von diesen kalt enteigneten 10 Prozent kauft man sich dann „eine Villa“ und einen tollen Sportwagen. Ja, das könnte echt funktionieren…
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