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Raiffeisenbank Main-Spessart eG vor 100 Jahren in Langenprozelten gegründet

(thal) Zur ersten Vertreterversammlung der „Raiffeisenbank Main-Spessart eG“ trafen sich 225 Mitglieder und unter den Ehrengästen zahlreiche Bürgermeister in der Gemündener Scherenberghalle. Aufsichtsratsvorsitzender Elmar Menzel und Vorstandsvorsitzender Direktor Helmut Kraft konnten durchwegs positive Zahlen der vor hundert Jahren in Langenprozelten gegründeten Genossenschaftsbank vorweisen (siehe Bericht oben).

Aus Anlass dieses Jubiläums blickte der Festredner, Verbandspräsident Stephan Götzl, auf die geschichtlichen Hintergründe der Entstehungszeit und spannte den Bogen hin zu den aktuellen politischen, finanz- und volkswirtschaftlichen Herausforderungen.

Das Geschäftsjahr sei trotz der Belastungen durch die Fusion der Raiffeisenbanken Karlstadt-Gemünden, Lohr und Marktheidenfeld zur Main-Spessart-Raiffeisenbank äußerst erfolgreich verlaufen, berichtete Helmut Kraft. Die vorgeschlagenen Dividende von 2,5 Prozent wurde von der Versammlung ohne Gegenstimmen angenommen. „Wir haben keine Griechenlandanleihen“, sagte Kraft, bevor er die Qualitätsmerkmale der Bank zusammen fasste und auf die soliden Grundlagen die weitere Entwicklung verwies. Sein Dank galt, wie auch der seiner Kollegen aus der Führungsebene, den Mitgliedern, Mitarbeitern, Geschäftsfreunden und Kunden für ihre Treue.

Im weiteren Verlauf befürwortete die Versammlung die formellen Vorlagen zum Prüfbericht, der Gewinnausschüttung, dem Jahresabschluss, der Entlastung des Vorstands und die gemäß Satzung erforderliche Wiederwahl einiger Aufsichtsratsmitglieder einstimmig. Keinen Widerspruch gab es auch bei der vorgeschlagenen Neufestlegung der Aufsichtsratsvergütung, die gemäß den Verbandsempfehlungen 0,07 Promille der Bilanzsumme entspricht, was umgerechnet 80 000 Euro ergibt. Die Verteilung des Geldes, das für Sitzungsgelder, Vergütungen, Seminare und Sachzuwendungen eingesetzt wird, regelt das Gremium intern.

Als Wirtschaftsfaktor sei die Bank mit 870 000 Euro Gewerbesteuer, 370 Arbeitsplätzen und 46 Geschäftsstellen von Bedeutung, führte Direktor Michael Zeuch aus. Dazu kommen 130 000 Euro an Spenden und Fördermitteln. Auf diesen Stellenwert wies auch Landrat Thomas Schiebel in seinem Grußwort hin. Er nannte die genossenschaftliche Raiffeisenbank einen verlässlichen Partner vor allem auch des für den Landkreis wichtigen Mittelstandes: „Sie sind gut aufgestellt, auch für die kommenden Herausforderungen“.

In seiner Festrede erinnerte Verbandspräsident Götzl an die Gründung der Genossenschaftsbanken. „Die Idee war erfolgreich, auch weltweit.“ Trotz der Weltkriege sei es gelungen, mit den Grundprinzipien Selbsthilfe und Selbstverantwortung, mit einem starken Mittelstand und einer aktiven Bürgergesellschaft die Voraussetzungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und darüber hinaus zu schaffen. „Was damals bei der Gründung im Langenprozeltener Gasthaus Anker noch Vision war, ist heute Wirklichkeit“. Bei den Genossenschaftsbanken stehe der Mensch im Vordergrund: „Sie, liebe Mitglieder, sind Eigentümer ihrer Bank“. Für die Politik sei es jetzt an der Zeit, wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen. Trotz aller Unberechenbarkeiten und Widrigkeiten zeigte sich Götzl überzeugt, dass es den Genossenschaftsbanken gelingt, sich weiter am Markt zu behaupten.

Götzl ehrte den Trennfelder Adolf Kaufmann für 29 Jahre Tätigkeit im Aufsichtsrat mit der silbernen Ehrennadel des Verbands und übergab Helmut Kraft die Jubiläumsurkunde zum 100-jährigen Bestehen der Bank.

 

Wir sagen: einfach klasse ! Im Durchschnitt haben größere Unternehmen eine Lebensdauer von 19 Jahren..(Quelle: Wikipedia!). Die Prinzipien der Genossenschaftsbanken-Selbsthilfe, Verantwortung, Regionalität- sind einfache Erfolgsfaktoren. Eine erfolgreiche Idee, gestern wie heute ! Liebe Raiffeisenbank Main-Spessart eG, wir  gratulieren ganz herzlich und weiter so die nächsten 100 Jahre!

 

Quelle: Main Post

 

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