Volksbank Göppingen verzeichnet Rekordergebnis
Die Volksbank Göppingen erzielte 2012 ein Rekordergebnis. Das Geldinstitut steigerte seinen Jahresüberschuss um 4,3 Millionen auf 28,8 Millionen Euro. Die Mitglieder erhalten wieder fünf Prozent Dividende.
Freude über "das beste Ergebnis aller Zeiten" bei der Volksbank Göppingen. Der Jahresabschluss 2012, den die Vorstände des Geldinstitutes, Dr. Peter Aubin und Hermann Sonnenschein, gestern präsentierten, sei der Beweis "für eine ordentliche Entwicklung der Bank". Die Volksbank erzielte im vergangenen Jahr einen Überschuss in Höhe von 28,8 Millionen Euro vor Steuern und übertraf damit das Ergebnis 2011 um 4,3 Millionen Euro. Nach Abzug der Steuern bleibt der Bank ein Überschuss von 20,5 Millionen Euro, das entspricht einer Eigenkapitalrendite von 1,52 Prozent.
Jedoch weisen die Vorstände darauf hin, dass für den Höhenflug vor allem der Anstieg des Bewertungsergebnisses aus Wertpapieren und Krediten von minus 0,4 Millionen auf plus 14,4 Millionen Euro verantwortlich sei. Dagegen sei die operative Ertragskraft von 18,5 Millionen auf 15,5 Millionen Euro zurückgegangen. Aubin: "Vor allem das absolute Niedrigzinsniveau hat die Zinsmarge der Bank belastet. Die Verzinsung der Kredite und Wertpapiere sank schneller als die der Einlagen." Trotz des Zinsverfalls zahle die Volksbank für Sparanlagen um ein Prozent Zinsen.
Nahezu wettgemacht werden konnten die zehn Millionen Euro Kursverluste des Vorjahres auf Wertpapiere der Bank. 2012 konnten wieder 8,8 Millionen Euro Zuschreibungen verbucht werden. "Außerdem konnten wir im Kreditgeschäft wieder 5,6 Millionen Euro mehr Risikovorsorge auflösen als wir bilden mussten", erklärt Peter Aubin.
Besonders freuen sich die Vorstände darüber, dass sie bei der Risikoentwicklung Langfristrekorde erreichen konnten. Aubin: "Im Kreditgeschäft beläuft sich das kumulierte Risikoergebnis der Jahre 2003 bis 2012 auf plus 4,5 Millionen Euro. Das heißt, wir haben in der gesamten letzten Dekade im Kreditgeschäft nicht einen einzigen Cent verloren." Hermann Sonnenschein ergänzt: "Und bei den über 800 Millionen Euro hohen Wertpapieranlagen der Bank haben wir seit 2001 - also über zwölf Jahre - noch kein Geld verloren." Insgesamt hätten die Kunden der Volksbank mit ihren inzwischen mehr als 600 Millionen Euro Wertpapieranlagen 2012 einen Kursgewinn von 5,4 Prozent erzielt.
Das Kreditvolumen der Bank wuchs 2012 kräftig um fünf Prozent, das entspricht einem Plus von 44,7 Millionen Euro. Dabei legten vor allem die Kredite an Privatkunden um 5,6 Prozent zu. Dies ging vor allem auf das Konto der Baufinanzierung, die mit 100 Millionen neuen Krediten besonders florierte.
Aus Sicht der Vorstände verzeichnete die Volksbank Göppingen auch im Ein- und Anlagengeschäft eine erfreuliche Entwicklung. 2012 brachte einen Einlagenzuwachs um 42,1 Millionen Euro, das entspricht 2,8 Prozent. Das Wachstum sei vor allem den VR-Giro-Online- und Kapitalsparkonten zu verdanken, deren Verzinsung um 0,2 Prozent über Geldmarktniveau liege. Inklusive dem Wertpapiergeschäft habe die Volksbank 58,6 Millionen Euro Anlagegelder hinzugewonnen.
Nur wenig verändert haben sich die Wertanlagen der Bank und die aufgenommenen Bankengelder. Das Eigenkapital der Volksbank Göppingen wuchs 2012 um 9,6 Prozent auf 206,9 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 160,4 Millionen auf 1,9 Milliarden Euro. Aufgrund des guten Ergebnisses erhalten die Mitglieder wieder fünf Prozent Dividende.
Foto: Volksbank Göppingen
Quelle und mehr Informationen: Südwest Presse
Quelle: Volksbank Göppingen eG
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